Schattieren mit Bleistift: von der Tonwertskala zum fertigen Apfel

Schattieren mit Bleistift lernen: eine Tonwertskala mit fünf Stufen, Schraffur oder glatter Ton, eine Lichtquelle und sechs Schritte bis zum Glanzlicht.

3 Min. Lesezeit

Schattieren mit Bleistift beginnt mit Tonwerten, nicht mit Technik: fünf Töne von Papierweiß bis zu deinem tiefsten Dunkel. Dann wählst du eine Lichtquelle, füllst die Schattenseite mit einem gleichmäßigen Ton und baust das Dunkle in leichten Schichten auf. Schraffur und glatter Ton sind nur zwei Wege, diese Schichten aufzutragen.

Was brauchst du zum Schattieren mit Bleistift?

Fang mit einer Tonwertskala in fünf Stufen an

Zeichne fünf Kästchen in einer Reihe. Lass das erste weiß, mach das letzte so dunkel, wie es dein weichster Bleistift erlaubt, und füll dann die drei dazwischen. Jede schattierte Zeichnung besteht aus diesen fünf Tönen an den richtigen Stellen. Die Tonwertskala ist auch Übung 5 in unseren Zeichenübungen für Anfänger.

Schraffur, Kreuzschraffur oder glatter Ton?

Drei Schattierproben in Bleistift auf weißem Papier, jede von hell nach dunkel: Schraffur, Kreuzschraffur und ein glatter Ton, dazu ein Bleistift und ein Knetradiergummi
Schraffur, Kreuzschraffur und glatter Ton. Alle drei erreichen dieselben fünf Tonwerte.

  • Schraffur: parallele Linien. Je enger die Linien, desto dunkler wirkt die Fläche.
  • Kreuzschraffur: eine zweite Lage Linien schräg darüber, für tiefere Töne.
  • Glatter Ton: kleine, sich überlappende Ovale mit leicht stumpfer Spitze, in mehreren leichten Durchgängen.

Alle drei funktionieren. Wähl für deine ersten Zeichnungen eine davon und bleib auf dem ganzen Blatt dabei.

Schattieren lernen, Schritt für Schritt

Leg einen Apfel oder ein Ei unter eine Lampe und mach die anderen Lichter aus.

  1. Zeichne den Umriss leicht mit dem HB und markiere, wo die Schattenseite beginnt.
  2. Füll die Schattenseite mit einem gleichmäßigen Mittelton (2B). Die beleuchtete Seite bleibt Papier.
  3. Dunkle den Kernschatten ab: das Band, an dem sich die Form vom Licht wegdreht, knapp innerhalb der Schattengrenze.
  4. Setz den Wurfschatten, am dunkelsten direkt unter dem Gegenstand und weicher, je weiter er sich entfernt.
  5. Hol das Glanzlicht zurück: Drück den Knetradiergummi darauf und heb ihn ab.
  6. Kneif die Augen zusammen und vergleiche mit deiner Tonwertskala. Findest du alle fünf Töne?

Diese Etappen findest du in der Lektion zum schattierten Apfel. Beleuchte alle Gegenstände auf dem Blatt von derselben Seite: In einer Studie von 1988 in Nature fand V. S. Ramachandran heraus, dass unsere Augen Form aus Schattierung so lesen, als ob eine einzige Lichtquelle das ganze Bild beleuchtet. Du willst dein eigenes Foto schattieren? Sketchwise macht daraus eine Lektion in Etappen im Stil Graphit, und der Abschlussbericht bewertet deine Schattierung. Die beiden Übungen für drei klare Tonwerte und für Bleistiftschichten trainieren genau diese Fähigkeiten, auf Papier.

Häufige Fragen

Welcher Bleistift eignet sich für Anfänger am besten zum Schattieren?

Ein 2B erledigt den Großteil der Arbeit. Dazu kommen ein HB für helle Schichten und ein 4B oder 6B für das tiefste Dunkel.

Soll ich mit dem Finger verwischen?

Lieber nicht: Hautfett hinterlässt Flecken, die sich schwer wegradieren lassen. Willst du einen weicheren Ton, verwisch ihn leicht mit einem Papierwischer oder einem Taschentuch, wenn alle Schichten liegen.

Wie schattiere ich gleichmäßig, ohne dass man Striche sieht?

Nimm kleine, sich überlappende Ovale statt Strichen hin und her, bleib beim Druck leicht und bau den Ton in mehreren Durchgängen auf. Ein schattierter Kürbis ist nach dem Apfel eine gute Übung.

Deine nächste Zeichnung beginnt mit einem Foto.

Lade Sketchwise und mach aus allem, was du siehst, deine nächste Lektion.

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